Kapazitätserweiterung bei Silikonen  Dow investiert 100 Millionen US-Dollar in Silikonsparte

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Chemiekonzern Dow erweitert seine weltweiten Kapazitäten für Spezialsilikone bis Ende 2027 durch Investitionen von rund 100 Mio. US-Dollar. Die Maßnahmen umfassen den Ausbau von Produktionsstätten und Entwicklungslaboren in den USA, China und Japan.

Silikone dienen dem Schutz elektronischer Bauteile. Sie sind bekannt für ihre thermische Stabilität, elektrische Isolierung und chemische Widerstandsfähigkeit. Wärmeleitfähige Silikone spielen zunehmend beim Thermomanagement in Elektronikbauteilen eine Rolle.(Bild:  Dow)
Silikone dienen dem Schutz elektronischer Bauteile. Sie sind bekannt für ihre thermische Stabilität, elektrische Isolierung und chemische Widerstandsfähigkeit. Wärmeleitfähige Silikone spielen zunehmend beim Thermomanagement in Elektronikbauteilen eine Rolle.
(Bild: Dow)

Mit gezielten Investitionen reagiert Dow auf ein Marktwachstum bei Spezialsilikonen. Durch den Ausbau der lokalen Fertigung in den USA, China und Japan will das Unternehmen die Lieferketten stärken und den Übergang von der Produktentwicklung zur kommerziellen Anwendung beschleunigen. 

Brendy Lange, Präsident von Performance Materials & Coatings bei Dow.
(Bild: Dow)

„Diese Investitionen unterstreichen den Fokus von Dow auf die Skalierung von Spezialsilikonen“, erklärt Brendy Lange, Präsident von Performance Materials & Coatings bei Dow. „Durch den Ausbau in diesen strategischen Regionen investieren wir, um die steigende Nachfrage zu bedienen und Kunden eine schnellere Markteinführung zu ermöglichen."

Ausbau der LSR-Kapazitäten in den USA und China

Konkret fließen die Mittel in die Erweiterung der Fertigung von Flüssigsilikonkautschuk (LSR) an den Standorten Carrollton im US-Bundesstaat Kentucky sowie Zhangjiagang in China. Diese Anlagen sollen im Laufe des Jahres 2027 in Betrieb gehen und hochleistungsfähige Anwendungen in der Mobilität, Elektronik und Medizintechnik bedienen.

Verarbeiter erhalten dadurch direkteren Zugriff auf Werkstoffe, die für anspruchsvolle Bauteile in regulierten und geschäftskritischen Märkten benötigt werden. Zudem stärkt die lokale Produktion die Ausfallsicherheit der Lieferketten für Endprodukte mit hohen Qualitäts- und Qualifizierungsanforderungen.

Fokus auf Leistungselektronik und Thermomanagement

Neben LSR stehen modifizierte Silikonwerkstoffe für die Elektronikfertigung im Fokus, darunter Lösungen für die Leistungselektronik, Halbleitergehäuse sowie den thermischen und elektrischen Schutz. Entsprechende Kapazitätserweiterungen gehen noch in diesem Jahr in Songjiang (China) und Fukui (Japan) ans Netz, gefolgt von weiteren Ausbaustufen in Auburn (Michigan, USA) und Zhangjiagang im Jahr 2027.

Flankiert werden diese Produktionsanlagen durch erweiterte Laborlandschaften für Thermomanagement-Lösungen. Die sogenannten „Cooling Science Labs“ wurden bereits Anfang dieses Jahres in Shanghai ausgebaut und im Juni am Hauptsitz in Midland ergänzt, um die Entwicklung neuer Konzepte im Thermomanagement zu unterstützen.

Regionale Wertschöpfung in den Schlüsselmärkten

Das strategische Konzept basiert auf einer lokalen Fertigungsstruktur, die die Produktionskapazitäten präzise an der regionalen Kundennachfrage ausrichtet. In der Praxis bedienen die erweiterten Silikonkomponenten den Bedarf bei Steuerungsmodulen für die intelligente Mobilität, in Rechenzentren und der Mikro- und Leistungselektronik. Insbesondere im Bereich der Medizintechnik gewinnt eine lückenlose, lokale Lieferkette aufgrund strenger regulatorischer Vorgaben zunehmend an Bedeutung. Durch die räumliche Nähe zu den Schlüsselmärkten soll die Produktqualität stabilisiert und die Qualifizierungsphase für Neuentwicklungen verkürzt werden.

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