Nachhaltige Werkstoffe für die Dichtungstechnik EPDM-Compounds mit niedrigem CO2-Fußabdruck 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Trelleborg Sealing Solutions führt zwei neue EPDM-Compounds ein, die einen bis zu 55 % geringeren Product Carbon Footprint (PCF) aufweisen. Die bio-zirkulären Materialien basieren auf Abfallströmen unterschiedlicher Industrien. Sie bieten Verarbeitern eine nachhaltige Alternative, ohne technische Kompromisse eingehen zu müssen.

Trelleborg bringt zwei neue EPDM-Typen auf den Markt, die einen um bis zu 55 % geringeren CO₂-Fußabdruck (PCF) aufweisen und sich ideal für die Herstellung von O-Ringen, Dichtungen und kundenspezifischen Produkten eignen.(Bild:  Trelleborg Sealing Solutions)
Trelleborg bringt zwei neue EPDM-Typen auf den Markt, die einen um bis zu 55 % geringeren CO₂-Fußabdruck (PCF) aufweisen und sich ideal für die Herstellung von O-Ringen, Dichtungen und kundenspezifischen Produkten eignen.
(Bild: Trelleborg Sealing Solutions)

Die neue EPDM-Produktlinie bilden die Varianten E7T11 (70 Shore A) sowie E8T12 (80 Shore A). Im Gegensatz zu konventionellen Elastomeren basieren diese Compounds auf Rohpolymeren aus nicht-fossilen, bio-zirkulären Quellen. Als Feedstock dienen Abfälle und Rückstände biologischen Ursprungs, darunter Altspeiseöl, Stroh und forstwirtschaftliche Reste wie Tallöl. Ergänzend dazu werden auch Materialien aus der Landwirtschaft, der Fischerei, der Aquakultur sowie biologisch abbaubare Fraktionen aus Industrie- und Siedlungsabfällen genutzt.

„Unsere neuen EPDMs mit reduziertem CO₂-Fußabdruck werden aus Rohpolymeren hergestellt, die auf erneuerbaren Inhaltsstoffen basieren“, erklärt Dr. Jekaterina Miller, Project Manager bei Trelleborg Sealing Solutions. Obwohl die Feedstocks aus zirkulären Quellen stammen, sind die finalen Formulierungen in ihrer Leistungsfähigkeit direkt mit traditionellen, fossil basierten EPDM-Elastomeren vergleichbar. Dies ermöglicht Verarbeitern den direkten Austausch bestehender Lösungen.

Bilanzierung inklusive Kohlenstoffbindung

In der Compound-Phase erreicht der Werkstoff E7T11 eine CO2-Reduktion von 51 %, während der E8T12 eine Senkung um 61 % erzielt. Für den Verarbeiter ist entscheidend, dass sich dieser verminderte CO₂-Fußabdruck, auch Product Carbon Footprint (PCF) genannt, sich auch auf das fertige Bauteil überträgt: Für fertige Formteile resultiert daraus eine PCF-Minderung von 33 % (70 Shore A) bzw. 55 % (80 Shore A). 

Ein wesentlicher Aspekt der Bilanzierung ist dabei die Berücksichtigung der biogenen Kohlenstoffaufnahme (biogenic carbon uptake) während der Wachstumsphase der Rohstoffe, was das Treibhauspotential (Global Warming Potential, GWP) der Materialien signifikant verbessert.

„Auf Basis dieser zirkulären Rohstoffe bieten die Materialien kompromisslose Alternativen, die den CO2-Fußabdruck der Produkte unserer Kunden erheblich senken“, so Miller. Zur weiteren Verbesserung der Ökobilanz kombiniert Trelleborg das EPDM mit recyceltem Ruß, der unter anderem aus Altreifen gewonnen wird. Die verwendeten Keltan Eco-BC Polymere des Partners Arlanxeo sind nach ISCC Plus zertifiziert und folgen dem Massenbilanzansatz, der den Einsatz der zirkulären Rohstoffe über die Produktionskette nachweist.

Validierte Methodik für industrielle Anwendungen

Die Einsatzgebiete der neuen Werkstoffe erstrecken sich über die Branchen Automotive, Maschinenbau, Energie sowie Bau- und Agrartechnik. Die Compounds eignen sich für die Fertigung von O-Ringen, Dichtungen und kundenspezifischen Formteilen in anspruchsvollen Umgebungen, etwa in Motoren, Pumpen, Ventilen oder Solaranlagen.

Um die Validität der PCF-Berechnungen sicherzustellen, arbeitete Trelleborg mit dem Software-Experten Sphera Solutions zusammen. Die zugrunde liegende Methodik wird zudem durch die Prüfgesellschaft Dekra validiert. Damit reagiert Trelleborg auf den globalen Trend, bei dem Hersteller zunehmend unter Druck stehen, den Ressourcenverbrauch zu minimieren und eine verantwortungsvolle Beschaffung über den gesamten Produktlebenszyklus sicherzustellen.

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