Next-Level Molding Days bei Shibaura Machnine LWB LWB Multistation feiert Weltpremiere

Quelle: Pressemitteilung 5 min Lesedauer

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Auf den Next-Level Molding Days am 28. und 29. Oktober 2026 in Altdorf stellt Shibaura Machine LWB die neue Produktionszelle LWB Multistation erstmals der Öffentlichkeit vor. Durch die Entkopplung von Einspritzen, Vulkanisieren und Entformen senkt das modulare System Stillstandzeiten in der Kautschukverarbeitung.

Weltpremiere LWB Multistation: Stillstandzeiten in der Kautschukverarbeitung minimieren(Bild:  Shibaura Machine LWB)
Weltpremiere LWB Multistation: Stillstandzeiten in der Kautschukverarbeitung minimieren
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Am 28. und 29. Oktober 2026 lädt Shibaura Machine LWB Gummi- und Kunststoffverarbeiter in ihr europäisches Kompetenzzentrum nach Altdorf bei Landshut ein. Im Fokus der zweitägigen Fachveranstaltung stehen praxistaugliche Methoden zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE), zur Reduzierung des Energieverbrauchs sowie zur Bewältigung des Fachkräftemangels.

„Unsere Kunden erwarten heute Produktionslösungen, die Prozesse stabilisieren, die Produktivität steigern und wirtschaftlich messbaren Mehrwert schaffen“, betont Dr. Georg Holzinger, Managing Executive Officer von Shibaura Machine und Sprecher der Geschäftsführung bei Shibaura Machine LWB. Die Veranstaltung verbindet Live-Maschinendemonstrationen mit Expertenvorträgen und Werksführungen durch Fertigung und Technikum.

Entkoppelte Prozesse reduzieren Stillstände 

Die Hauptattraktion der Hausmesse bildet die Weltpremiere der LWB Multistation. Das Spritzgießkonzept trennt die Teilprozesse Einspritzen, Vulkanisieren, Entformen und Einlegen konsequent voneinander und betreibt diese parallel auf separaten Arbeitsstationen. Ein Roboter übernimmt den Transfer der Kavitätenplattensets zwischen der zentralen Spritzgießmaschine und den externen Heiz- sowie Pressstationen.

Weil die Spritzgießmaschine ausschließlich zum Plastifizieren und Einspritzen genutzt wird, entfällt das maschineninterne Abwarten der Vulkanisationszeit. Einzelne Werkzeugmodule lassen sich wechseln oder warten, ohne den Betrieb der verbleibenden Stationen zu unterbrechen.

Skalierbare Baukastenarchitektur für die Serienfertigung

Der modulare Aufbau der Multistation ermöglicht eine bedarfsgerechte Anpassung an unterschiedliche Losgrößen und Bauteilgeometrien. Über standardisierte Heiz- und Pressmodule lässt sich die Kapazität der Fertigungszelle schrittweise erweitern, indem zusätzliche Stationen integriert werden. Zur Herstellung von Mehrkomponenten- oder Verbundteilen lassen sich auch sekundäre Spritzgießeinheiten, etwa für Thermoplaste, einbinden. Das System verarbeitet veränderliche Werkzeugtypen und Elastomer-Rezepturen flexibel, wodurch Auslastungsschwankungen in der Produktion wirtschaftlich abgefangen werden. 

Vertikale und horizontale Maschinen im Live-Betrieb 

Hydraulische horizontale Spritzgießmaschine S-GenXt180 der S-GenXt-Baureihe von Shibaura Machine.(Bild:  Shibaura Machine LWB)
Hydraulische horizontale Spritzgießmaschine S-GenXt180 der S-GenXt-Baureihe von Shibaura Machine.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Flankierend zur Multistation demonstriert der Maschinenbauer in Altdorf ein breites Maschinenspektrum für Thermoplaste, Elastomere und Silikone. Für die Kautschukverarbeitung stehen hydraulische Vertikalspritzgießmaschinen in C-Rahmen-, O-Rahmen- und Vier-Säulen-Bauweise mit Schließkräften von 50 bis 900 t bereit. Das Portfolio für die Thermoplastverarbeitung umfasst vollelektrische Horizontalanlagen der EC-SXIII-Baureihe von 50 bis 350 t sowie hydraulische Horizontalmaschinen der Serie S-GenXt von 100 bis 230 t Schließkraft. „Unsere Spritzgießmaschinen stehen für präzise Prozesse, geringe Betriebskosten sowie hohe Verfügbarkeit“, erläutert Holzinger. 

Lebensdauerverlängerung und vorbeugende Wartung 

Gesucht: Die älteste LWB-Spritzgießmaschine, die heute noch produziert.(Bild:  Shibaura Machine LWB)
Gesucht: Die älteste LWB-Spritzgießmaschine, die heute noch produziert.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Neben Neuanlagen bilden Servicekonzepte über den gesamten Lebenszyklus einen inhaltlichen Schwerpunkt der Veranstaltung. Gezielte Retrofits und Nachrüstungen senken den Energiebedarf bestehender Maschinen und passen diese an automatisierte Peripheriegeräte an. „Von der Installation über vorbeugende Wartung bis zur schnellen Ersatzteilversorgung unterstützen wir Kunden dabei, die Anlagenverfügbarkeit dauerhaft zu sichern“, erklärt Pascal Dorweg, Head of International Service bei Shibaura Machine LWB.

Ergänzend präsentiert das Unternehmen im Rahmen einer Anwenderaktion die älteste noch produktiv genutzte vertikale LWB-Spritzgießmaschine. „Mit dieser Aktion machen wir die Langlebigkeit unserer Maschinen sichtbar und würdigen die partnerschaftliche Zusammenarbeit“, ergänzt Dorweg.

Shibaura Machine LWB auf der Fakuma 

Vollelektrische horizontale Spritzgießmaschine EC230SXIII der EC-SXIII-Baureihe von Shibaura Machine.(Bild:  Shibaura Machine LWB)
Vollelektrische horizontale Spritzgießmaschine EC230SXIII der EC-SXIII-Baureihe von Shibaura Machine.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Kurz vor den Next-Level Molding Days zeigt das Unternehmen auf der Fakuma 2026 in Friedrichshafen moderne Lösungen für Spritzgießen, Automatisierung und digitale Qualitäts- und Prozessüberwachung. Am gemeinsamen Stand mit der italienischen E.P.F. Elettrotecnica S.r.l. ist eine vollelektrische Spritzgießmaschine EC100SXIII mit 100 Tonnen Schließkraft zu sehen. Im Live-Betrieb produziert sie eine Visitenkartenbox. Ein kartesisches Linearhandling übernimmt die automatisierte Teileentnahme. (mg)

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Next-Level Molding Days 2026
auf einen Blick

  • Termin & Ort: 28. und 29. Oktober 2026 im europäischen Kompetenzzentrum der Shibaura Machine LWB GmbH in Altdorf bei Landshut (Sonnenring 35, 84032 Altdorf). 

  • Themenschwerpunkte: Weltpremiere der LWB Multi-Station, Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE), Energieeffizienz, Automatisierungslösungen. 

  • Programm: Live-Maschinendemonstrationen (Thermoplast, Elastomer, Silikon), Expertenvorträge auf Deutsch und Englisch, Werksführungen durch Fertigung und Technikum. 

  • Infos: www.shibaura-machine-lwb.de/next-level-molding-days/

Merkmale der LWB Multistation

  • Prozessprinzip: Systemtechnische Trennung der Teilschritte Einspritzen, Vulkanisieren/Heizen, Entformen und Einlegen. 

  • Systemkomponenten: Standard-Spritzgießmaschine zum Plastifizieren/Einspritzen, Vier-Achs-Handlingroboter zum Formentransfer unter Druck, modulare Heiz- und Pressstationen mit eigenständiger Steuerung, optionale Belade- und Entformstationen.

  • Fertigungsvorteile: Reduzierung maschineninterner Vulkanisationswartezeiten, unterbrechungsfreier Werkzeugwechsel und Stationswartung bei laufendem Betrieb, flexible Fertigung unterschiedlicher Losgrößen und Werkzeuge. 

Drei Fragen an Dr. Georg Holzinger zu den Next-Level Molding Days

Dr. Georg Holzinger: Managing Executive Officer der Shibaura Machine und Sprecher der Geschäftsführung bei Shibaura Machine LWB.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Herr Dr. Holzinger, wofür stehen die Next-Level Molding Days?

Dr. Georg Holzinger: Die Anforderungen für Kunststoff- und Gummiverarbeiter sowie Spritzgießer steigen: Sie müssen ihre Produktion zukunftsorientiert ausrichten, produktiver werden, Energie sparen, höchste Produktqualität sichern und auch dem Fachkräftemangel begegnen. Hier setzen wir mit „Next-Level Molding“ an: Wir ermöglichen den nächsten Schritt zu einer leistungsfähigeren Produktion über den gesamten Spritzgießprozess hinweg.

Ein Fortschritt entsteht durch einzelne Spritzgießmaschinen, insbesondere aber durch das intelligente Zusammenspiel von Spritzgießmaschine, Werkzeug, Automatisierung, Material und Prozess-Know-how in automatisierten Produktionszellen in Kombination mit unseren digitalen Lösungen. Unser Anspruch ist es, Technologie so einzusetzen, dass für Kunden messbare Produktivität und langfristige Investitionssicherheit entsteht. Daher auch das diesjährige Motto: ‚Turning Technology into Productivity‘.

Was erwartet die Besucher?

Dr. Holzinger: Kunden und Besucher sollen vor allem eine Frage für sich beantworten können: Wie mache ich meine Produktion wirtschaftlicher und zukunftssicher? Deshalb zeigen wir modernste Technik: vollelektrische und hydraulische, horizontale und vertikale Spritzgießmaschinen für Thermoplaste und Elastomere.

Ein Highlight ist die automatisierte Produktionszelle LWB Multistation, die die Gummifertigung revolutioniert. Unsere Gäste erleben so konkret, wie sie mit unserer Technologie, unserem Anwendungswissen und unserem Service Stillstände reduzieren, Prozesse stabilisieren, Energie sparen und die Gesamtanlageneffektivität verbessern können. Dazu kommen Fachvorträge, Werksführungen und Gespräche mit unseren Experten aus Anwendung, Automatisierung und Service über eigene Herausforderungen.

Was zeichnet Shibaura Machine LWB im Markt besonders aus?

Dr. Holzinger: Unsere besondere Stärke ist, dass wir Technologie in messbare Produktivität verwandeln. Wir verbinden 76 Jahre japanische Präzisionstechnologie bei horizontalen Spritzgießmaschinen mit 63 Jahren deutscher Ingenieurskunst in der Elastomertechnologie und bei vertikalen Spritzgießmaschinen. Dazu kommt breite Kompetenz im Maschinenbau, in der Automatisierung, in der Werkzeugtechnik und in der Anwendungstechnik.

Wir betrachten immer den gesamten Produktionsprozess: von der Materialaufbereitung über das Spritzgießen bis zur Automatisierung. Dazu kommt der Service. Er reicht von Installation und Inbetriebnahme über Wartung und Retrofit bis zur Ersatzteilversorgung und sichert so maximale Verfügbarkeit. So entstehen schlüsselfertige Systemlösungen, die genau auf die Anforderungen unserer Kunden zugeschnitten sind. Das macht sie im Alltag produktiver, wirtschaftlicher und flexibler und schafft langfristige Investitionssicherheit.