Haftungsprüfung von TPE Prüfschlitten mit Wegsensor schärft TPE-Haftungsprüfung

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Für die Qualitätssicherung von TPE auf harten Substraten setzt Kraiburg TPE auf einen erweiterten Prüfaufbau. Durch die Integration eines mit Wegsensorik ausgestatteten Prüfschlittens in eine Zwick Roell Z010 werden Kennwerte, Bruchbilder und Herstellparameter in einem einzigen Prüfbericht konsolidiert.

Im Prüfschlitten eingespannte TPE-Probe während des 90°-Abzugsversuchs nach DIN ISO 813-2 auf der Zugprüfmaschine Z010.(Bild:  Zwick Roell)
Im Prüfschlitten eingespannte TPE-Probe während des 90°-Abzugsversuchs nach DIN ISO 813-2 auf der Zugprüfmaschine Z010.
(Bild: Zwick Roell)

Die Haftfestigkeit zwischen Thermoplastischen Elastomeren (TPE) und thermoplastischen Hartkomponenten entscheidet bei Verbundbauteilen, Dichtungen oder Ergonomie-Griffen maßgeblich über ihre funktionale Zuverlässigkeit. Um die Verbindungsqualität reproduzierbar zu bestimmen, führt Kraiburg TPE einen 90°-Abzugsversuch gemäß DIN ISO 813-2 durch.

Als zentraler mechanischer Kennwert dient dabei der Schälwiderstand in N/mm. Die Ermittlung erfolgt auf einer Universalprüfmaschine des Typs Allround-Line Z010 von Zwick Roell.

Wegsensorik erfasst tatsächliche Schlittenbewegung

Eine Besonderheit des Prüfaufbaus liegt in der messtechnischen Anbindung des verwendeten Prüfschlittens. Zwick Roell rüstete die Mechanik mit einem zusätzlichen Wegsensor aus, dessen Signal direkt in die Maschinensteuerung und die Software Test-Xpert eingespeist wird. Während des Abzugsvorgangs erfasst das System somit nicht nur den Traversenweg, sondern parallel den realen Verfahrweg des Schlittens. Dies erhöht die Präzision bei der messtechnischen Auswertung des Kraft-Weg-Verlaufs.

Die Auswertung der Messkurven erfolgt gemäß DIN ISO 6133. Neben den Kraft-Weg-Daten fließen optische Aufnahmen des Bruchbildes sowie relevante Verarbeitungsparameter direkt in den Prüfbericht ein.

„Mit der Z010 und Test-Xpert erfassen wir die relevanten Prüf- und Herstellinformationen in einem einzigen Dokument“, erklärt Dieter Pauler, Leiter Prüflabor bei Kraiburg TPE. „Das erleichtert uns die nachvollziehbare Beurteilung unterschiedlicher Materialkombinationen“, betont Pauler.

Modularer Lastrahmen für flexible Prüfaufgaben

Der eingesetzte Lastrahmen deckt bauartbedingt Prüfkräfte von 5 bis 250 kN ab. Ein spielfreies Steck- und Schiebersystem erlaubt das rasche Wechseln der Werkzeuge, wodurch sich kundenspezifische Vorrichtungen wie der TPE-Prüfschlitten zügig integrieren lassen. Über vorkonfigurierte Prüfvorschriften und ein integriertes Rechte-Management stellt die Prüfsoftware zudem die Manipulationssicherheit aller Messergebnisse sicher. Die lückenlose Dokumentation bildet somit eine verlässliche Datenbasis für künftige Werkstoff- und Rezepturentwicklungen. (mg)

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