WDK-Konjunkturumfrage Rohstoffe sind verfügbar, aber der Preisdruck bleibt

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Die Versorgungslage mit Kautschuk-Rohstoffen hat sich im dritten Quartal 2026 stabilisiert, doch hohe Materialkosten belasten weiterhin die Elastomerverarbeiter. Während das Exportgeschäft positive Impulse liefert, schwächt die träge inländische Nachfrage die Gesamtentwicklung.

Der WDK-Rohstoffindex für eine typische Naturkautschuk-Mischung ist zuletzt auf den höchsten Stand seit rund zwei Jahren geklettert.(Bild:  WDK)
Der WDK-Rohstoffindex für eine typische Naturkautschuk-Mischung ist zuletzt auf den höchsten Stand seit rund zwei Jahren geklettert.
(Bild: WDK)

In der Mitgliederumfrage des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (WDK) zum dritten Quartal 2026 zeichnet sich bei den befürchteten Materialengpässen eine deutliche Beruhigung ab. Trotz der überwiegend gesicherten Verfügbarkeit verharren die Beschaffungskosten jedoch auf einem kontinuierlich hohen Niveau. Der WDK-Rohstoffindex für eine typische Naturkautschuk-Mischung kletterte zuletzt auf den höchsten Stand seit rund zwei Jahren. Einen spürbaren Nachlass der Preise erwartet die Mehrheit der im Verband organisierten Betriebe derzeit nicht.

Die globale Versorgungslage bleibt wegen anhaltender Konflikte im Bereich der Straße von Hormus dennoch volatil. „Zwar ist die Verfügbarkeit der benötigten Materialien aktuell überwiegend gesichert. Die Rohstoffpreise bleiben jedoch unverändert hoch. Eine spürbare Entlastung auf der Kostenseite zeichnet sich für die Unternehmen nicht ab“, erklärt WDK-Chefvolkswirt Michael Berthel. „Verfügbarkeit ist die eine Seite der Medaille, Bezahlbarkeit die andere“, betont Berthel. Auf beide Faktoren seien die Betriebe angewiesen, insbesondere am Hochenergiepreis-Standort Deutschland.

Divergenz zwischen Auslands- und Binnenmarkt

Parallel zur Rohstoffsituation verläuft die operative Geschäftsentwicklung uneinheitlich. Während die Nachfrage aus dem Ausland zulegt, lahmt das Binnengeschäft weiterhin spürbar. „Solange die Vorkosten die Unternehmen weiter belasten, bleibt die Lage fragil“, erläutert Berthel. Um eine nachhaltige Erholung der Fertigung zu ermöglichen, fordert der WDK abermals schnelle Entlastungen bei den Energiekosten sowie den Abbau bürokratischer Vorschriften.

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