Desma Open House 2026 mit Weltpremiere Trends in der modernen Elastomerverarbeitung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Mit über 280 internationalen Fachgästen setzte das Desma Open House 2026 in Fridingen neue Impulse für die Elastomerverarbeitung. Im Fokus standen zwei neue Vertikal- und Horizontalmaschinen. Der Branchentreff zeigte eindrucksvoll, wohin die Zukunft im Maschinenbau steuert.

Werkstouren boten den Besuchern tiefere Einblicke in die Fertigungstiefe bei Desma am Standort Fridingen.(Bild:  Desma)
Werkstouren boten den Besuchern tiefere Einblicke in die Fertigungstiefe bei Desma am Standort Fridingen.
(Bild: Desma)

Über 280 Fachbesucher aus aller Welt strömten am 1. Oktober 2026 in das Stammwerk von Desma nach Fridingen an der Donau. Unter dem Motto „Built right. Runs right.“ erlebten die Gäste ein hochkarätiges Programm rund um den modernen Kautschuk- und Silikonspritzguss. Die Fridinger Maschinenbauer präsentierten auf seinem Werksgelände mehr als 30 ausgetestete Maschinen im Schließkraftbereich von 100 bis 1.000 t. Neben einer imposanten Statormaschine zog vor allem eine voll automatisierte Fertigungszelle das Interesse des Fachpublikums auf sich.

Neue Vertikal- und Horizontalmaschine

Als Höhepunkt des Open House erwies sich die Enthüllung der neu entwickelten Sealmaster 630+. Die Horizontalmaschine vereint eine Schließkraft von 630 t mit hoher Dynamik und präziser Positionierung. Sie ist besonders wartungs- und bedienungsfreundlich konzipiert. Heizplattenabmessungen von bis zu 810 × 1.200 mm sowie eine Öffnungsweite von über 1.100 mm schaffen ideale Voraussetzungen für anspruchsvolle Anwendungen wie die voll automatisierte Etagenwerkzeug-Produktion.

Parallel dazu präsentierte der Maschinenbauer die Reference 300+ mit 300 t Schließkraft als erstes Modell einer völlig neuen vertikalen Baureihe. Diese globale Maschinenplattform deckt künftig sukzessive weitere Schließkraftbereiche ab.

r.: Ein Höhepunkt beim Desma Open House war die neue Sealmaster 630+. Die Horizontalmaschine vereint eine Schließkraft von 630 t mit hoher Dynamik und präziser Positionierung. l.: Parallel dazu präsentierte der Maschinenbauer die Reference 300+ mit 300 t Schließkraft als erstes Modell einer neuen vertikalen Baureihe.
(Bild: Desma)

In die Neuentwicklung flossen bewährte Technologiestandards der Sealmaster+-Generation ein, darunter ein praktisches Schubladensystem für Temperiergeräte, optimierte Hydraulikverrohrungen und erhöhte Schließkräfte.

Verarbeiter können bei allen Baugrößen wählen, ob sie den energieeffizienten ServoGear-2-Antrieb oder einen energieoptimierten Asynchronantrieb einsetzen. Sämtliche Maschinen der neuen Reference und Sealmaster nutzen die neueste Prozessvisualisierung DRC 2035 TBM. Die Bedieneinheit basiert auf einer grundlegend neu entwickelten Softwarearchitektur, die eine intuitive Anlagensteuerung ermöglicht.

Praxisnahe Einblicke durch interaktive Fachvorträge

Ein Kernstück der Veranstaltung bildeten sechs interaktive Fachvorträge zu drängenden Zukunftsfragen der Elastomerindustrie. Thomas Ottitsch, Teamleiter beim Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW), beleuchtete neue Marktchancen der Gummiindustrie im Bereich der Wasserstofftechnologie. Über zukunftsweisende Maschinenkonzepte referierte Andreas Brand, Leiter Konstruktion und Entwicklung bei Desma. Christian Walterspacher, Software / Projektmanager IIoT bei Desma, demonstrierte die Vernetzung über den Desma Datahub+. Ergänzt wurde das Vortragsprogramm durch Beiträge von Alexander Müllek, Projektierung Robotik bei Desma, Markus Beck, Teamleiter Konstruktion Formenbau bei Desma, sowie Mahsum Danis, Senior Manager Industrie bei NKT zur großvolumigen LSR-Verarbeitung.

Starke Partnerschaften

Im Technikum wurden Eiswürfel-Trays aus Silikonen von Momentive Performance Materials live als Give-Away produziert.(Bild:  Desma)
Im Technikum wurden Eiswürfel-Trays aus Silikonen von Momentive Performance Materials live als Give-Away produziert.
(Bild: Desma)

Acht Partnerunternehmen bereicherten als Aussteller das Programm mit spezialisiertem Know-how entlang der gesamten Prozesskette. Momentive Performance Materials präsentierte Hochleistungssilikone im Vortrag sowie in einer Live-Demonstration im Technikum. Nexus Elastomer Systems stellte ihre Fertigkeit in der Dosier- und Mischtechnik für Flüssigsilikon mit einer betriebsbereiten LSR-Anlage unter Beweis. Im Bereich der Endmontage veranschaulichte die Firma Kracht ihre LSR-Systemtechnik direkt auf einer Desma 968.400 TV.

Während Güthle Pressenspannen effiziente Systeme für den schnellen Werkzeugwechsel zur Rüstzeitoptimierung vorführte, enthüllte Nela Brüder Neumeister eine neu entwickelte Kompaktanlage als optisches Mess- und Prüfsystem mit integrierter Sortierautomation.

Technikum in Aktion: LSR-Verarbeitung hautnah erlebt

Ein weiterer Publikumsmagnet war eine Live-Produktion im werkseigenen Technikum, in dem sieben Maschinen im Einsatz zu sehen waren. Besondere Aufmerksamkeit zog die Vorführung auf einer Desma 968.250 ZO Benchmark auf sich. Auf dieser Anlage verarbeiteten die Techniker Flüssigsilikon unter Verwendung des Kaltkanalsystems Flowcontrol Pressuresense. Die Besucher konnten die präzise Nadelventilsteuerung und die hohe Prozessstabilität bei der LSR-Verarbeitung im laufenden Betrieb direkt nachvollziehen.

Blick hinter die Kulissen der Fridinger Fertigung(Bild:  Desma)
Blick hinter die Kulissen der Fridinger Fertigung
(Bild: Desma)

Ergänzend zu den Vorführungen boten ausgedehnte Werkstouren tiefere Einblicke in die Fertigungstiefe des Standorts. Die Rundgänge führten die Teilnehmenden durch den Formen- und Kaltkanalbau, die Teilefertigung sowie die Endmontage. An diversen Infopunkten standen Spezialisten für Fragen zu Servicekonzepten, Qualitätsmanagement, Ausbildung und digitalen Assistenzsystemen bereit. Auf Bildschirmen und Live-Stationen veranschaulichten die Experten, wie der Desma Datahub+ Messdaten auswertet und den Fertigungsalltag spürbar erleichtert.

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Lebendiger Netzwerktreff mit internationaler Strahlkraft

Zum Desma Open House 2026 kamen über 280 Fachbesucher aus aller Welt in das Stammwerk von Desma nach Fridingen an der Donau(Bild:  Desma)
Zum Desma Open House 2026 kamen über 280 Fachbesucher aus aller Welt in das Stammwerk von Desma nach Fridingen an der Donau
(Bild: Desma)

Neben dem Fachprogramm kam auch der persönliche Austausch unter den Branchenvertretern nicht zu kurz. Bereits beim Get-together am Vorabend knüpften die internationalen Gäste erste Kontakte in ungezwungener Atmosphäre. Den stimmungsvollen Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen mit Live-Musik, bei dem die Gäste den Tag ausklingen ließen. „Die zahlreichen interessanten Gespräche, der offene Gedankenaustausch und das durchweg positive Feedback machen diese Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis und bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg mit unseren Kunden und Partnern weltweit weiterzugehen“, sagt Dr. Michael Zaun, Geschäftsführer bei Desma Elastomertechnik. (mg)