Shibaura Machine LWB: Next-Level Molding Days  Mehr Produktivität in der Gummifertigung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Rund 250 Fachbesucher erlebten Ende Oktober bei Shibaura Machine LWB in Altdorf die Enthüllung einer Weltpremiere. Die neue lineare LWB Multistation trennt Einspritzen, Vulkanisieren und Entformen voneinander. Gummiverarbeiter profitieren von messbaren Produktivitätssteigerungen und sinkenden Stückkosten.

Georg Holzinger begrüßt rund 250 Gäste auf den Next-Level Molding Days bei Shibaura Machine LWB.  (Bild:  Shibaura Machine LWB)
Georg Holzinger begrüßt rund 250 Gäste auf den Next-Level Molding Days bei Shibaura Machine LWB.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Unter dem Leitmotiv „Turning Technology into Productivity“ lud Shibaura Machine LWB am 28. und 29. Oktober 2026 zu den ersten Next-Level Molding Days in ihr europäisches Kompetenzzentrum nach Altdorf bei Landshut ein. Rund 250 Fachbesucher aus der internationalen Kautschuk- und Kunststoffindustrie nutzten die zweitägige Veranstaltung für den intensiven Austausch über praxisnahe Wege zu effizienteren Produktionsabläufen. Zu sehen waren Spritzgießmaschinen für Thermoplaste und Elastomere, zahlreich davon im Live-Betrieb. Zudem ehrte das Unternehmen drei Kunden für den langjährigen und zuverlässigen Einsatz ihrer vertikalen LWB-Spritzgießmaschinen, die bis heute produzieren.

Im Mittelpunkt standen moderne Maschinenkonzepte und Automationslösungen, die dem steigenden Kostendruck sowie dem spürbaren Fachkräftemangel in der Gummifertigung gezielt begegnen. „Wir verbinden japanische Maschinenbaukompetenz mit deutscher Ingenieurskunst, tiefem Anwendungswissen und intelligenter Automation“, betonte Dr. Georg Holzinger, Managing Executive Officer von Shibaura Machine und Sprecher der Geschäftsführung bei Shibaura Machine LWB.

Entkoppelte Prozesse erhöhen die Ausbringung

Die neue lineare LWB Multistation wurde als Weltneuheit auf den Next-Level Molding Days vorgestellt. (Bild:  Shibaura Machine LWB)
Die neue lineare LWB Multistation wurde als Weltneuheit auf den Next-Level Molding Days vorgestellt.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Als technologische Speerspitze präsentierte das Unternehmen seine neue lineare LWB Multistation in einer Live-Demonstration. Das vollautomatisierte Anlagenkonzept bricht mit klassischen Abläufen und trennt die Schritte Einspritzen, Vulkanisieren sowie Entformen strikt voneinander. Da die Vulkanisation in ausgelagerte Heizstationen wandert, blockieren die Werkzeuge die eigentliche Spritzgießmaschine nicht mehr minutenlang. Während das Bauteil unter kontrollierter Temperatur und Schließkraft aushärtet, bereitet das System bereits die nächste Form vor.

Ein integriertes Portal-Handlingsystem übernimmt den Transport zwischen den Stationen und steuert zwei Werkzeuge mit einem Gewicht von jeweils bis zu 800 kg. Durch dieses parallele Prinzip ersetzt eine einzige Multistation unter geeigneten Rahmenbedingungen gleich mehrere konventionelle Maschinen. „Das steigert die Ausbringung und senkt zugleich die Investitionskosten pro produziertem Bauteil“, sagt Dr. Clemens Behmenburg, Executive Vice President Systems & Solutions bei der Shibaura Machine LWB (siehe Interview).

Die automatisierten Abläufe bei Handhabung und Entformung reduzieren manuelle Arbeiten an heißen Formwerkzeugen oder Heizplatten. Gleichzeitig lässt sich die modulare Zelle flexibel an unterschiedliche Werkzeugprogramme, Prozesszeiten und geforderte Fertigungsmengen anpassen. Das schafft ergonomische Arbeitsplätze und eröffnet Spritzgießern neue Spielräume für eine wettbewerbsfähige Gummifertigung.

Breites Portfolio von elektrisch bis hydraulisch

Rund 15 horizontale und vertikale Spritzgießmaschinen wurden auf den Next-Level Molding Days präsentiert.(Bild:  Shibaura Machine LWB)
Rund 15 horizontale und vertikale Spritzgießmaschinen wurden auf den Next-Level Molding Days präsentiert.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Neben dieser Weltpremiere überzeugte eine Maschinenschau mit rund 15 Exponaten im Live-Betrieb das Fachpublikum. Das gezeigte Spektrum reichte von vollelektrischen horizontalen Spritzgießmaschinen der Baureihe EC-SXIII mit Schließkräften von 50 bis 350 t bis hin zu hydraulischen Horizontalmaschinen der S-GenXt-Serie von 100 bis 230 t.

Ergänzend dazu demonstrierten hydraulische Vertikalmaschinen von LWB in C-, O-Rahmen- und 4-Säulen-Bauweise ihre Leistungsfähigkeit bei der Verarbeitung von Thermoplasten und Elastomeren im Schließkraftbereich von 50 bis 900 t.

Branchenexperten beleuchten globale Trends

Ein begleitendes Vortragsprogramm vertiefte die technischen Innovationen auf übergeordneter Ebene. Internationale Referenten aus Industrie und angewandter Forschung analysierten die Zukunft der Spritzgießtechnik sowie aktuelle Entwicklungen in globalen Zielmärkten wie Nordamerika, China, Indien und Afrika. Die Experten diskutierten neue Produktionskonzepte und unterstrichen die Notwendigkeit, Automatisierung und Energieeffizienz konsequent zusammenzudenken.

Veteranen der Gummifertigung prämiert

Dass Robustheit und Werthaltigkeit in der Kautschukbranche dauerhaften Nutzen stiften, zeigte der Wettbewerb um die älteste noch aktive LWB-Spritzgießmaschine. Den ersten Platz belegte Jung Gummiverarbeitung/Sonnenschutz aus Hengersberg mit einem vertikalen LWB-Modell aus dem Jahr 1989, das bis heute zuverlässig Bauteile produziert. Auf den Rängen zwei und drei folgten Maschinen der Schweizer Aldec aus dem Jahr 1999 sowie der britischen Butser Rubber aus dem Jahr 2006.

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Die prämierten Erfolgsgeschichten verdeutlichen, dass eine solide Konstruktion in Kombination mit regelmäßiger Wartung und gezielter Modernisierung den Wert von Anlagen über Jahrzehnte sichert. „Langlebigkeit entsteht durch Erfahrung, kontinuierliche technologische Weiterentwicklung und eine verlässliche Partnerschaft mit unseren Kunden“, sagt Pascal Dorweg, Head of International Service bei Shibaura Machine LWB.

Die Veranstaltung endete mit dem klaren Signal, dass Synergien aus traditioneller Maschinenbaukunst und fortschrittlicher Automation den Weg in eine hochproduktive Elastomerverarbeitung weisen. (mg)